Ich
bin selbst eine Kaiserschnitt-Mutter. Mein Sohn wurde 2007 durch
einen Kaiserschnitt geboren.
Nach dieser Geburt habe ich mich nach einem Angebot für Kaiserschnittmütter
umgesehen. Ich hatte das Bedürfnis, mich mit anderen Kaiserschnittmüttern
auszutauschen und bemerkt, dass es so etwas kaum gibt.
Viele Fragen haben mich damals beschäftigt: Was hätte
ich anders machen können? Wie wird es bei der nächsten
Geburt sein? Ich war auch ziemlich enttäuscht, keine "richtige"
Geburt erlebt zu haben- diese Geburt auf die ich mich so lange
vorbereitet und auch gefreut hatte. Nachdem ich mich einige Zeit
mit diesem besonderen Geburtserlebnis auseinandergesetzt hatte,
konnte ich letztenendes meinen Frieden damit finden. 2009
kam meine Tochter durch eine Spontangeburt zur Welt.
Seitdem
biete ich Seminare für Kaiserschnittfrauen an. Ich möchte
Frauen einen Raum geben, in dem Sie die Gefühle und Gedanken
die diese Geburt mit sich gebracht hat, aussprechen können,
sich verstanden fühlen und die Möglichkeit haben, ein
Stück mehr Frieden mit ihrer Geburt zu finden. Mit meiner
Arbeit versuche ich auch, die Sensibilität für das Thema
zu erhöhen- denn obwohl es etliche Kaiserschnittmütter
gibt, die diese Geburt belastet hat, herrscht leider noch viel
Unverständnis dafür- nach dem Motto: "Hauptsache
das Kind ist gesund." Ich arbeite an vermehrter Vernetzung
zwischen den GeburtshelferInnen und an Strategien für eine
würdevolle und unterstützende Gebutshilfe.
einen
kleinen Film zu meiner Arbeit finden Sie unter: http://www.babylog.at/2010/stories/kaiserschnitt/
Ö1-
Interview innerhalb der Sendung "Dimensionen":
Der
Kaiserschnitt und die Folgen
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